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Thema: Armutskongress in Berlin

  1. #1
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    Standard Armutskongress in Berlin

    Am 7.7.--8.7. findet in Berlin ein Armutskongress statt..........längst überfällig wie ich meine.

    http://www.armutskongress.de/der-arm...t-zum-handeln/

    Wird es etwas ändern? Oder ist schon längst alles zu spät?

  2. #2
    registriertes Mitglied Avatar von Hagy
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    Standard AW: Armutskongress in Berlin

    Was soll sich ändern? Aus der Politik ist niemand dabei!
    Wer in die Fußstapfen anderer tritt, hinterlässt keine eigenen Spuren (Wilhelm Busch)

  3. #3
    registriertes Mitglied Avatar von Sheera
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    Standard AW: Armutskongress in Berlin

    Doch Hagy, geistig arme Politiker soll es auch geben.
    Die stehen bei dem Kongress aber sicher nicht zur Debatte.
    Gruß von Sheera

  4. #4
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    Standard AW: Armutskongress in Berlin

    Damit jeder und auch ich überhaupt weiss, worum es geht, hier mal das Thema.

    Deutschland ist eines der reichsten Länder dieser Erde und doch leben Millionen Menschen in Armut oder sind unmittelbar von Armut bedroht. Ein Phänomen, das in diesem Land gerne geleugnet oder klein geredet wird. Es wird Zeit, dass wir etwas dagegen tun!

    Es wird Zeit, soziale Ungleichheit und Ausgrenzung zu bekämpfen. Es wird Zeit, eine Gesellschaft zu schaffen, die niemanden zurücklässt. Es wird Zeit, dass wir einen sozialen Arbeitsmarkt etablieren und sozialen Wohnraum schaffen. Es wird Zeit, dass alle Kinder die Förderung bekommen, die sie verdienen. Es wird Zeit, dass wir etwas gegen die rasant steigende Altersarmut tun und die Teilhabe behinderter Menschen an unserer Gesellschaft sicherstellen. Es wird Zeit, dass wir die Armut in Deutschland bekämpfen.

    Es ist ZEIT ZU(M) HANDELN! Am 7. und 8. Juli 2016 werden wir uns in Fachforen, Workshops und Diskussionen gemeinsam dem Thema Armut stellen. Wir wollen den Fragen nachgehen, was Armut in reichem Land bedeutet, wer die Betroffenen sind und – ganz besonders – was wir dagegen tun
    können. Seien Sie dabei!
    Silana, sei mir nicht böse, aber Du solltest etwas mehr zum Thema schreiben um Antworten zu arwarten.......
    Warum setzt Du nur Links, damit kann ich doch nichts anfangen.
    Ich möchte doch Deine Meinung zum Thema (komplett) hören/lesen.
    Sonst, wie immer ein super Thema.
    Gruss Hans im Glück

  5. #5
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    Standard AW: Armutskongress in Berlin

    Armut in einer neuen Dimension, Obdachlosigkeit.
    Die soll bis um 60 % steigen von 2015 bis 2018.

    Wer hier wieder die Zuwanderer zum Buhmann machen will, liegt falsch.

    Zuwanderung von EU-Bürgern und Asylbewerbern spielen zwar eine Rolle als Katalysator und Verstärker,
    die wesentlichen Ursachen liegen jedoch in einer seit Jahrzehnten verfehlten Wohnungspolitik in Deutschland,
    in Verbindung mit einer unzureichenden Armutsbekämpfung.




    : http://www.bag-wohnungslosenhilfe.de...wohnungslosen/
    Prognose bis 2018: bis zu 536.000 wohnungslose Menschen in Deutschland

    Die BAG W prognostiziert von 2015 bis 2018 sogar einen weiteren Zuwachs um 200.000 auf dann 536.000 wohnungslose Menschen.
    Das wäre eine Steigerung um ca. 60 %. Wenn die wohnungs- und sozialpolitischen Rahmenbedingungen nicht nachhaltig geändert werden,
    wird es zu einem weiteren Anstieg der Wohnungslosenzahlen um 60 % auf knapp 540.000 bis zum Jahr 2018 kommen.
    Dabei spielt die wachsende Zuwanderung von EU-Bürgern und Asylbewerbern zwar eine Rolle als Katalysator und Verstärker,
    die wesentlichen Ursachen liegen jedoch in einer seit Jahrzehnten verfehlten Wohnungspolitik in Deutschland,
    in Verbindung mit einer unzureichenden Armutsbekämpfung.

    Zahl der bedrohten Wohnverhältnisse steigt ebenfalls deutlich

    In 2014 waren ca. 172.000 Haushalte (2012: 144.000) vom Verlust ihrer Wohnung unmittelbar bedroht.
    In ca. 50 % der Fälle konnte die Wohnung durch präventive Maßnahmen erhalten werden.
    Doch insgesamt gab es 86.000 neue Wohnungsverluste in 2014: davon ca. 33.000 (38 %) durch Zwangsräumungen und ca. 53.000 (62 %) sog.
    „kalte“ Wohnungsverluste. Beim „kalten“ Wohnungsverlust kommt es nicht zur Zwangsräumung,
    sondern die Mieter und Mieterinnen, vor allem alleinstehende, „verlassen“ die Wohnung ohne Räumungsverfahren oder vor dem Zwangsräumungstermin.
    Ein ausschließlicher Blick auf die Zwangsräumungszahlen verkennt das Ausmaß neu entstehender Wohnungslosigkeit.
    Gruss Hans im Glück

  6. #6
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    Standard AW: Armutskongress in Berlin

    Keine guten Aussichten, hansimglück

    Nebenbemerkung: gerade wurde ein Obdachloser in Köln " abgefackelt ".

  7. #7
    registriertes Mitglied Avatar von Thomas
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    Standard AW: Armutskongress in Berlin

    Am 7. und 8. Juli 2016 werden wir...

    Werden wir?
    Ich ess mein Brot und trink mein‘ Wein
    Und halt mein Herz von Göttern rein

  8. #8
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    Standard AW: Armutskongress in Berlin

    Zitat Zitat von silana Beitrag anzeigen
    Keine guten Aussichten, hansimglück Nebenbemerkung: gerade wurde ein Obdachloser in Köln " abgefackelt ".
    Wenn der Winter streng wird, dann wird es eng für die Obdachlosen.
    Gerade jetzt wäre es ein Leichtes Notunterkünfte aufzubauen und für Alle Nutzbar zu machen, getrennt natürlich nach Geschlecht und Religion.
    Gelder können jetzt locker gemacht werden für alle Notleidenden, ob Flüchtlinge oder Obdachlose.
    Gruss Hans im Glück

  9. #9
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    Standard AW: Armutskongress in Berlin

    Hans, nichts ist leicht in diesen Zeiten. Wenigsten hat die Erderwärmung den positiven Nebeneffekt, dass strenge Winter in den Großstädten seltener werden. Aber es gibt auch andere Dinge wie die medizinische Versorgung von Obdachlosen, die kaum ein niedergelassener Arzt kostenlos in seiner Praxis machen will.

    Mir liegt gerade ein dünne "Broschüre" der Berliner Stadtmission vor, in der gezeigt wird, wie die Stadtmission hilft. Darin schildert eine Ärztin, wie sie einmal in der Woche kostenlos in den Räumen der Mission Patienten behandelt. Die Mission hat auch vier Betten zur Aufnahme von infektiösen Obdachlosen, denn TBC und andere hochansteckende Krankheiten grassieren natürlich leicht unter Obdachlosen.

    Eine wichtige Aufgabe ist auch das Einsammeln von Obdachlosen an kalten Tagen mit den sog. Kältebussen. Und dafür gibt die Mission uns den Tipp, wie wir uns verhalten sollen, wenn wir einen Obdachlosen entdecken. Ich hätte zum Handy gegriffen oder jemand mit Handy gebeten, die Mission anzurufen. Davon wird jedoch abgeraten. Vielmehr soll man erst in einem Gespräch herausfinden, ob der Obdachlose überhaupt in ein Notquartier aufgenommen werden will. Denn immer wieder fährt ein Kältebus zum Obdachlosen, der dann die Mitnahme verweigert, während in der Zwischenzeit ein anderer verstirbt, weil der Bus ihn nicht rechtzeitig aufnehmen und ins Warme bringen kann.

    1. Sehen, dass Hilfe benötigt wird
    2. Fragen, ob Hilfe gewollt ist
    3. Bei der Stadtmission anrufen

    Die Mission hat 2 Busse im Einsatz, ca. 20 Mitarbeiter, 7 Tage pro Woche vom 1.11. bis 31.3. Drei Kälte-Notübernachtungen, ein Nachtcafé mit 300 Plätzen, 20 Haupt- und 200 ehrenamtliche Mitarbeiter

    2015/16 wurden rund 43.700 Übernachtungen für 3.200 Gäste ermöglicht

    3400 medizinische Behandlungen in der stationäre und mobilen Ambulanz wurde 2015 durchgeführt

    http://www.berliner-stadtmission.de/

  10. #10
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    Standard AW: Armutskongress in Berlin

    Stellt euch mal vor, für alle Menschen ab 63 (ist das mindest Alter für Rentner) würde ein Einkommen/Rente als gesichert verbrieft werden, dann könnte man diesen Menschen eine Wohnung in diesen Häusern anbieten gegen eine Miete.
    Diese Häuser, darunter verstehe ich übergangsweise preiswert gebaute Häuser wie es vor einiger Zeit gefordert wurde um alle Flüchtlinge unter zu bringen und das könnte auch für diese Gruppe gelten.
    Obdachlose ab 63 mit einen Mindestanspruch auf Rente.

    Sind doch auch Menschen, oder.
    Gruss Hans im Glück

  11. #11
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    Standard AW: Armutskongress in Berlin

    Viele Obdachlose sind aus "Überzeugung" obdachlos, wollen also keine Wohnung haben, sondern auf der Straße leben. Wer sich von seinem Einkommen keine Wohnung leisten kann, bekommt zumindest einen Zuschuss vom Sozialamt.

    Und wenn du schon einen Mindestanspruch ansprichst, dann kann nur ein bedingungsloses Bürgergeld, wie es die FDP fordert, die Lösung sein.

  12. #12
    registriertes Mitglied Avatar von Thomas
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    Standard AW: Armutskongress in Berlin

    Zitat Zitat von hansimglück Beitrag anzeigen
    Obdachlose ab 63 mit einen Mindestanspruch auf Rente.
    Bekommen das denn nicht alle, die legal in Deutschland leben? Hartz4 oder Grundsicherung oder wie das auch immer heisst?
    Ich ess mein Brot und trink mein‘ Wein
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  13. #13
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    Standard AW: Armutskongress in Berlin

    Ja, Thomas, nur viele Leute kennen ihre Rechte nicht, schämen sich, zum Jobcenter (so heißen die Ämter, die nicht nur Arbeitslose betreuen) zu gehen oder möchten aus Überzeugung keine Unterstützung vom Staat haben. Gerade Obdachlose sind solche "Überzeugungstäter".

  14. #14
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    Standard AW: Armutskongress in Berlin

    Zitat Zitat von baerliner Beitrag anzeigen
    Ja, Thomas, nur viele Leute kennen ihre Rechte nicht, schämen sich, zum Jobcenter (so heißen die Ämter, die nicht nur Arbeitslose betreuen) zu gehen oder möchten aus Überzeugung keine Unterstützung vom Staat haben. Gerade Obdachlose sind solche "Überzeugungstäter".


    Da liegt das Problem Männer, die Obdachlosen sind sehr sehr misstrauisch und wollen so wenig wie möglich Kontakt zu offiziellen Stellen.
    Eine Rente ab 63 für Aussenseiter der Gesellschaft würde dieses Problem lösen.
    Auch für andere Bevölkerungsschichten ist es sehr problematisch zur Tafel zu gehen, die Gründe ähneln sich da.

    Da wäre auch für Kleinrentner eine moralische Pflicht des Staates vonnöten um sie abzusichern und die Tafel überflüssig zu machen oder wenigstens einzugrenzen.
    Die Würde des Menschen ist ..................unantastbar.
    Gruss Hans im Glück

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