Meine Traumreise mit der "Costa Magica"

Geplant hatte ich so eine Reise nie .doch wie es der Zufall wollte, las ich in der Sonntagszeitung vor 4 Wochen das Angebot unseres Reisebüros.
Gelockt hatte mich eigentlich der Satz: Kein Einzelkabinenzuschlag", denn dieser ist immer ziemlich hoch angesetzt.
Am Montag rief ich dann im Reisebüro an und zu dem Zeitpunkt konnte noch keine verbindliche Zusage gegeben werden. Hatte eigentlich auch nie damit gerechnet, eine Außenkabine mit!!!!! Balkon für 599@!!!!! zu bekommen. Doch warscheinlich hatte sich mein Glücksengel wieder stark gemacht und ich bekam die Zusage, dass ich meine Reise am 2.11.07 antreten könne. Die Anreise zum Hafen in Savona habe ich per Bus gewählt, denn dabei kann man auch schon sehr viel von der wunderschönen Landschaft entdecken.
Also stand ich morgens 5Uhr auf dem Busbahnhof in Hannover und harrte der Dinge, die auf mich zukommen würden.
Mit etwas Verspätung kam dann ein Doppeldeckerbus des Reiseunternehmens Urbahn und ich erhielt die Sitzplatznummer 46 auf dem "Oberdeck", was sich auch wieder als Glücksfall erwies, denn die Sitzreihen hinter mir blieben frei und so konnte ich "rücksichtslos" meinen Sitz in die bequeme Schlafposition stellen.
Wir fuhren dann in Richtung Göttingen, wo die nächsten Gäste zustiegen und weiter in Richtung Kassel, auch hier stiegen wieder Fahrgäste zu und in Frankfurt war dann die letzte "Einladestation", wo wir sogar eine "Stewardess" an Bord bekamen, die uns dann Kaffee, Getränke und auch Bockwürstchen servierte. Mit einigen Zwischenstopps erreichten wir die wunderschöne Schweiz und durchfuhren den 17km langen St. Gottharttunnel. In der Ferne sahen wir den Lago Maggiore und unser Übernachtungsziel war Como am Comer See.

Como

Como

Leider konnten wir den herrlichen Anblick nur am nächsten Morgen kurz genießen, denn wir kamen gegen 21 Uhr in Como an, da war es dunkel und am Morgen blieb keine Zeit, sich lange die Gegend anzuschauen, denn zeitlich musste der Ablauf stimmen, um unser Schiff pünktlich erreichen zu können.Es ging durch die Poebene, wo ich erfuhr, dass dies das größte Reisanbaugebiet Europas war.
Den Hafen in Savona erreichten wir dann am 2.11.07 gegen 12 Uhr und da war das Menschengetümmel natürlich riesengroß, denn 3 große Schiffe entließen jeweils fast immer an die 3000 Gäste und ebenso viele wollten dann wieder an Bord. Mit dem Gepäck hatten wir zum Glück nichts mehr zu tun, denn das wurde vom Schiffspersonal bis in die Kabine gebracht, ein absolut toller Service.
Wir bekamen dann je nach Schiff eine Nummer und mit dieser ging man dann in das "Einschiffungsterminal". Zu dem Zeitpunkt wurde die Nummer 3 zum einchecken aufgerufen, also blieb mir noch viel Zeit, ehe dann nach gut einer Stunde auch meine Nummer 8 auf dem Monitor erschien. Eine größer Menschentraube schraubte sich dann in Richtung Abfertigung, wo die Papiere und das Passbord kontolliert wurden. Damit war die größte Hürde genommen, denn dann ging es per Shuttlebus zügig zur Costa Magica. Allein der Anblick dieser drei Meeresriesen Costa Fortuna, Costa Viktoria und meinem gewählten Schiff Costa Magica war ein echtes Erlebnis.
Nach kurzer Fahrt stand ich dann vor "meinem" Ozeanriesen, man kann es mit Worten nicht beschreiben es war grandios.
Ein Teil der Besatzung nahm uns mit herzlichen Worten in Empfang und da ich mich vorab per Internet schon fleißig mit dem Innenleben des Schiffes vertraut gemacht hatte, fand ich auch schnell einen Lift, der mich in die 6. Etage bracht und kurz darauf betrat ich meine Kabine mit der Nummer 6281. Der Eindruck war überwältigend, sehr geschmackvoll eingerichtet mit allem, was keine Langeweile aufkommen lässt.

Meine Kabine

Meine Kabine

Ein breites Doppelbett lud mich sofort zum liegen ein, doch dafür blieb keine Zeit, wollte ich doch das Ablegen des Schiffes an bester Stelle erleben. Also stellte ich nur eben meine restlichen Sachen ab und strebte per Lift auf das Oberdeck. Natürlich wollten sehr viele andere Gäste das Gleiche erleben.
Leider verspätete sich aber das Ablegen und somit konnte ich termingerecht an der Sicherheitsübung teilnehmen. Dies bedeutet, dass man die Rettungsweste anlegen muß und zu dem Treffpunkt gehen muß, der zuvor in der täglich erscheinenden Bordzeitung "To Day" angegeben war. Hier stellte man sich in 5-er Reihen auf, der kleinste ganz nach vorn und nach kurzer Kontrolle und einigen Sicherheitshinweisen konnte man sich dann wieder schöneren Dingen zuwenden.
Inzwischen hatte das Schiff abgelegt, es war gegen 18 Uhr .
Ich ging dann zu meiner Kabine, machte mich frisch und zog etwas legeres an, um dann in mein mir zugewiesenes Restaurant Portofino auf Deck4 zu gehen. Ich hatte die Platznummer 426, es war ein Tisch für 4 Personen und an dem Abend bekam ich keine Tischnachbarn mehr. Um mich herum war ein toller Stimmenwirrwar, den die überwiegende Zahl an Gästen kam aus Italien, verständlich, denn die Reederei stammt ja aus Italien.

An Hand der Speisekarte ging schon die Qual der Wahl los, den es gab immer die Wahl zwischen mindestens 7 Gängen, wobei diese dann auch immer noch in wenigsten 3 verschiedenen Gerichten angeboten wurden.
Aber es fand sich immer das passende Gericht und es war in jeder Beziehung ein Erlebnis. Auch das Bedienungspersonal war einsame Spitze, freundlich und sehr aufmerksam.
Gegen 20.30 machte ich mich wieder auf den Rückweg, denn durch die Fahrerei mit dem Bus merkte man dann doch, dass es Zeit für einen erholsamen Schlaf war. Also wurde geduscht, noch ein kurzer Blick aus der Kabine auf das ruhige Meer und dann wiegte mich ein beruhigendes schaukeln in einen erholsamen Schlaf. Den ersten Tag verbrachten wir auf See und am Sonntag, dem 4.11. legten wir gegen 12 Uhr in Malaga an.

Bei herrlichem Sonnenschein konnte ich von meinem Platz am Frühstückstisch auf Deck 9 wunderschön den beginnenden Verkehr auf der Straße beobachten.
Malaga ist eine Hafenstadt, von der man nach Granada gelangt, berühmt für die Alhambra, eines der berühmtesten Kunstwerke der Welt. Von Malaga selbst habe ich keine Bilder gemacht, da ich dafür keinen Ausflug gebucht hatte und das Schiff zu weit vom Stadtkern entfernt lag.
Von meiner Kabine aus konnte ich beobachten, wie Bus an Bus am Pier vorfuhtr, um die Ausflügler abzuholen.

Malaga-Pier

Malaga-Pier

Um 19 Uhr nahmen wir Kurs auf Cadiz, welches 146 Seemeilen entfernt liegt.
Dieses Ziel erreichten wir 7.45 auch wieder bei herrlichem Sonnenschein und Temperaturen um die 23 . Hier entschloß ich mich zu einem Landgang und konnte mal meinen Ozeanriesen aus der Ferne betrachten

Wenige Meter vom Schiff entfernt fand ich dieses Denkmal

Denkmal

Denkmal

Nach einem kleinen Stadtbummel ging es wieder zurück zum Schiff, welches 18 Uhr Kurs auf Lissabon nahm.
Nach einer ruhigen Nacht erreichten wir gegen 8 Uhr Lissabon, die größte und auch Hauptstadt Portugals mit rund 600.000 Einwohnern

Unser nächstes Ziel war Gibraltar mit dem Affenfelsen

Gibraltar mit Affenfelsen

Gibraltar mit Affenfelsen

Von Gibraltar war ich etwas enttäuscht, alles dicht an dicht gedrängt mit wenig Grünflächen.
Da gefiel mir Alicante, unsere vorletzte Station,welche wir am 8.11.07 gegen 12 Uhr erreichten, bedeutend besser. Hier hatte ich einen Busausflug gebucht und so ging es zu Beginn zum Schloß bzw. Burg Santa Barbara

Burg Barbara

Burg Barbara

) hinDiese Festung befindet sich 165 Meter über dem Meeresspiegel .
Von hier oben hat man einen herrlichen Blick über die Stadt Alicante

Und hier begann nun der weniger erfreuliche Teil meines Urlaubs, gab doch der Akku meines Fotoapparates seinen Geist auf. An alles hatte ich gedacht, genug Speichermedien, Ladekabel für Handy usw., aber die Ladestation für den Fotoapparat hatte ich vergessen. So konnte ich nicht mehr das herrliche Rathaus und die wunderschönen Mosaikarbeiten fotografieren. Es hat mich sehr geärgert .aber es war nicht zu ändern.
So konnte ich auch von unserem letzten Ziel, Barcelona keine Fotos mehr machen.
Einfügen möchte ich aber noch das Kapitänsdinner, wo es sehr festlich zuging und alle Gäste mehr oder weniger Wert auf ihr äußeres gelegt haben und unserem Abschiedsgalaabend, wo die Krönung der Aufmarsch des Küchenpersonals mit Fackeln war.
Am Samstag Morgen 8 Uhr kamen wir wieder in unserem Ausgangshafen Alicante an und mit Sicherheit kann ich sagen, dass es ein rundum gelungener Aufenthalt war.
Ergänzung:
Es wurde nach der Kleiderordnung gefragt, zu den normalen Abenessen ging man leger gekleidet, will heißen, so wie man sich zu einem Geburtstag kleiden würde, und zu den Galaabenden suchte man sich eben etwas "glitzerndes" aus, wobei die meisten Männer im Anzug kamen. Es war ein wunderschöner Anblick, sovele festlich gekleidete Menschen zu sehen.
Es gäbe mit Sicherheit noch sehr viel zu berichten, aber ich denke, dann würde es den Platz für unser Tivoli sprengen.
Für weitere Fragen stehe ich natürlich gern zur Verfügung.